Charivari

Charivari? Wos is na des?

So wird eine massiv silberne oder seltener versilberte Schmuckkette (gesprochen „Schariwari“) genannt, an der Berlocken, d. h. Edelsteine, Geldstücke (Silbermünzen und Medaillen), Hornscheiben, Grandeln, Kümmerer (verkümmerte Hirsch- oder Rehgeweihe), Tierpfoten, Dachsbärte, Zähne von jagdbaren Tieren oder Ähnliches angebracht sind.

Traditionell wird es von Männern am Hosenlatz der Trachtenlederhose getragen. Die Trachtenkette diente dabei als Schmuck oder als Talisman für eine erfolgreiche Jagd und war für die Landwirte ein wertvolles Statussymbol. Entstanden sind diese wahrscheinlich aus Uhrenketten, die am Knopfloch der Trachtenweste befestigt und von Zeit zu Zeit mit diversen Trophäen behängt wurde. Es durfte nicht gekauft, sondern höchstens verschenkt werden, es wurde über Generationen weitervererbt. Es gibt uralte Charivaris, die einen Wert von über 10.000 Euro haben. Charivaris sind im gesamten Ostalpenraum verbreitet.

Das Tragen ist derzeit wieder in Mode gekommen und wird von immer mehr Trachtenvereinen bayernweit eingeführt und wiederbelebt. Quelle: wikipedia